Öffentliche Infoveranstaltung zum 9. und 16. März

Der März rückt immer näher und unsere Planungen für vielfältige Aktionen (Demo, Konzert,…) gegen einen zu erwartenden Neonaziaufmarch am 9. bzw. 16. März laufen auf Hochtouren.
Am nächsten Donnerstag, den 21.2., heißen wir euch deshalb recht herzlich ab 18:00 im Schwabehaus willkommen.
Wir werden euch in dieser Veranstaltung sowohl einen Ausblick auf den kommenden März geben, als auch die Entwicklung der vergangenen Jahre beleuchten.
Natürlich könnt ihr auch Infomaterialien zum Thema Repression und Mobistuff abstauben.
Kommt vorbei, schnappt eure Freund*Innen ein und lernt uns nach der Veranstaltung in gemütlicher Runde kennen.

Am 9. und 16. März heißt es:
Nazis in Dessau? #jehtjarnich !!

 

21.02.2019 | 18:00 | Schwabehaus, Johannisstr. 18 | Dessau

 

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Keinen Raum für Geschichtsverfälschung

Wie das Leugnen des Holocaust, so gehört auch die Verfälschung von Opferzahlen aliierter Bomberangriffe im zweiten Weltkrieg zu den beliebtesten Verklärungsversuchen der extremen Rechten in Bezug auf die deutche Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus. Tatsachen werden von ihnen verdreht, die Gechichte umgedeutet und für perfide Propaganda mißbraucht.
 
In der Zeit vom 13. -15.02.1945 gingen schwere Angriffswellen aliierter Bomberverbände über Dresden nieder. Tausende starben und Dresden wurde zu einem großen Teil zerstört.
Seit Jahren zelebrieren daher Neonazis den 13. Februar mit Fackeln und ganz viel überschüssigem Pathos, veteufeln einen „Bombenholocaust“ und betreiben Geschichtsklitterung.
 
Auch in Dessau-Roßlau hat die rechtsextreme Szene in den vergangenen Jahren immer wieder Kundgebungen (besonders gerne an der Friedensglocke) durchgeführt und den Opfermythos um Dresden bemüht.
 
Deshalb rufen wir für den 13.02., ab 17:00 zu einer Kundgebung an der Friedensglocke (Platz der Deutschen Einheit) auf!
 
Keinen Raum für Geschichtsverfälschung!

Aktuelle Info zum März in Dessau

Nachdem eine Mobilisierung der Nazis für den 16. März in Dessau bekannt geworden war, haben wir uns entschlossen erneut an beiden Tagen (9. und 16. März) etwas auf die Beine zu stellen, um faschistischer und rassistischer Propaganda auf Dessaus Straßen keinen Raum zu geben. Wie im vergangenen Jahr solltet ihr euch also beide Tage ganz fett im Kalender anstreichen.

Weitere Infos folgen in den nächsten Tagen.

Erneuter Neonaziaufmarsch heute Abend in Roßlau

Für heute Abend rufen Neonazis wieder zu einem Fackelmarsch in Roßlau auf!

Hintergrund ist der Angriff auf 4 „Kameraden“ am Bhf Roßlau nach der Rückfahrt vom „Trauermarsch“ in Magdeburg am 19.01. Unter anderem ihr Führungskader Alexander Weinert, wohnhaft in Roßlau, musste daraufhin zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

Da eine Intervention von antifaschistischer Seite her, die einfachste Erklärung für die rechtsextreme Szene ist, bemühen sie sich, dies auszuschlachten und wieder auf martialische Art und Weise durch die Schifferstadt zu laufen, um eine Stimmung der Angst zu erzeugen.

Vom letzten Sonntag her wissen wir, dass die Stimmung sehr aufgeheizt sein wird (eine 14-Jährige, die zufällig den Weg kreuzte, wurde angegriffen und verletzt) und besonders Personen wie Dieter Riefling und Jennifer Sommerfeld ( „Jenny aus Köthen“) gerne aufhetzende und reißerische Reden schwingen, um die Aggressivität anzufeuern.

Daher werden wir nicht zu Gegenaktionen in Roßlau aufrufen. Die Gefahr, dass einzelne Antifaschist*Innen bei Dunkelheit von Neonazis angegriffen und verletzt werden, sehen wir als zu hoch an. Antifaschistischer Selbstschutz bleibt oberstes Gebot!

Wir konzentrieren uns lieber auf unsere Vorbereitungen für den März und natürlich den morgigen Tag, an welchem wir der Opfer des Nationalsozialismus gedenken werden.

Jetzt erst recht! #wegmit219a (26.1.2019)

26.1.

Auch wir als „Bündnis Dessau Nazifrei“ haben uns entschlossen, am bundesweiten Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung teilzunehmen und den Aufruf des Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung zu unterstützen. Hiermit rufen wir zu einer Kundgebung in Dessau am 26.01. um 10:00 an der Friedensglocke (Platz der deutschen Einheit) auf.

 

 Aufruf zum bundesweiten Aktionstag

Bundesweiter Aktionstag „Jetzt erst recht! Körperliche und sexuelle Selbstbestimmung sind nicht verhandelbar.“ am 26. Januar 2019

+++ Für die Streichung von § 219a StGB #wegmit219a +++

Am 12. Dezember legten Katarina Barley (SPD), Franziska Giffey (SPD), Jens Spahn (CDU) und Helge Braun (CDU) ein Eckpunktepapier zur „Verbesserung der Information und Versorgung in Schwangerschaftskonflikten“ vor.

Das Papier wurde von vielen Initiativen, Organisationen und Expert*innen aufs Schärfste kritisiert, da die vorgeschlagenen Maßnahmen die Situation von Ärzt*innen, Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen und ungewollt Schwangeren insgesamt nicht verbessern. Die vorgesehenen Maßnahmen tragen im Gegenteil zu einer zusätzlichen Stigmatisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und ungewollter Schwangerschaften bei. Vor diesem Hintergrund ist die versprochene Herstellung von Rechtssicherheit für Ärzt*innen durch eine Ergänzung des § 219a StGB scheinheilig.

Statt § 219a StGB zu streichen, wie von einer Mehrheit der Expert*innen und Betroffenen gefordert, soll eine Studie zur “Häufigkeit und Ausprägung seelischer Folgen von Schwangerschaftsabbrüchen” in Auftrag gegeben werden. Das Papier zeigt damit deutlich, dass sich christliche Fundamentalist*innen und selbsternannte Lebenschützer*innen in der Bundesregierung durchgesetzt haben. Dabei ist das hier postulierte “Post-Abortion-Syndrom”, also ein erhöhtes Risiko einer psychischen Störung als Folge eines Schwangerschaftsabbruchs, ein wissenschaftlich längst widerlegter Mythos, mit dem radikale Abtreibungsgegner immerfort Ängste schüren.

Studien zeigen hingegen, dass das gesellschaftliche Stigma, mit dem ein Schwangerschaftsabbruch behaftet ist, hervorgerufen u.a. durch die Regelung über das Strafgesetzbuch, bei vielen Betroffenen eine sehr große psychische Belastung darstellt. Wir lehnen diesen vermeintlichen Kompromiss ab und fordert die Streichung der §§218/219 aus dem Strafgesetzbuch. Wir rufen dazu auf, am 26. Januar 2018 unsere Forderung bei einem bundesweiten Aktionstag mit dezentralen Aktionen in ganz Deutschland auf die Straße zu tragen!

mehr Infos:

https://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/11077/aufruf-keine-kompromisse/

 

26.01.2019 | 10:00 | Friedensglocke, Platz der deutschen Einheit | Dessau

Nazis in Dessau? – #jehtjarnich

 titelbildjehtjarnich

… und wenn sie nicht blockiert werden, dann laufen sie morgen noch …

Auch im März 2019 wollen regionale Neonazigruppen im Rahmen ihrer deutschlandweiten Lügenkampagne vom „Bombenholocaust“ die Geschichte der NS-Herrschaft und des von den Faschisten selbst angezettelten 2. Weltkriegs verdrehen, verzerren und die Rolle des Naziregimes beschönigen

Mit viel Energie wird alljährlich zu sogenannten „Trauermärschen“ inden Osten Deutschlands mobilisiert, um die Verbrechen der deutschen Faschisten zu relativieren und die Opfer zu verhöhnen. Am 7. März 1945 wurde das Zentrum Dessaus beim schwersten Luftangriff während des 2.Weltkrieges fast völlig zerstört. Dieser und andere Luftangriffe der Alliierten waren eine direkte Antwort auf die Politik und die Kriegsführung Deutschlands sowie die furchtbaren Berichte über das Leid der jüdischen Bevölkerung in Deutschland und in den besetzten Gebieten, welche bis in die Länder der Alliierten drangen. Dessau war während des deutschen Faschismus ein kriegswichtiger Industriestandort des Flugzeugbaus und Schlüsselpunkt zur Durchführung des systematischen Massenmordes an Millionen Jüdinnen, Juden und anderen Minderheiten.

Die Legion Condor verwendete Flugzeuge aus Dessau, um Städte wie z. B. Guernica während des spanischen Bürgerkrieges zu bombardieren.

Das Schädlingsbekämpfungsmittel Zyklon B, das als Giftgas, unter anderem im KZ Auschwitz-Birkenau eingesetzt wurde um Menschen zu töten, wurde in der Zucker-Raffinerie GmbH in Dessau hergestellt. Die es wussten, dass LKWs der SS regelmäßig Unmengen dieses Stoffes abholten, stellten keine Fragen.

Wegschauen, Schweigen, Mitmachen – darin liegt Dessaus schwere Schuld, welche von den später geborenen Generationen niemals vergessen werden darf!

Und das ist unsere Pflicht: Nie aufzuhören, an die Verbrechen des Nazistaates zu erinnern und dafür zu sorgen, dass sich diese Geschichte nie wiederholt!

Darum darf die Umdeutung der Geschichte durch neue Nazis nicht hingenommen werden. Wir müssen uns allen derartigen Absichten entgegenstellen, denn das Vergessenmachen der alten Verbrechen ebnet den Weg für die neuen.

Egal welche Hindernisse, wie viele Pferde und Polizei uns Politik, Ämter, Behörden und Justiz im Namen von Recht und Ordnung aufbieten – wir stellen uns der antifaschistischen Verantwortung und werden blockieren!

 

Der Schwur von Buchenwald lautet in kürzester Formulierung:

Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Wer will dem widersprechen?

Zum Faschisten-Auflauf sagen wir:  #jehtjarnich!

 

Wir rufen dazu auf, sich mit uns den Nazis friedlich, energisch und fantasievoll in den Weg zu stellen, um gemeinsam den „Trauermarsch“ zu verhindern!

 

9. März! 11 Uhr! Südbahnhof Dessau

 

Mit Bezug auf unsere Demoregeln und unseren Aktionskonsens, weisen wir darauf hin, dass wir KEINE Nationalstaatsfahnen auf unseren Demonstrationen und Kundgebungen sehen wollen.

Der Jugendwiderstand und sich ihm zugehörig fühlende Gruppen/Einzelpersonen sind auf unseren Veranstaltungen ebenfalls nicht willkommen.

„Voll einen sitzen ?!“ Infoabend zum Versammlungsrecht

volleinensitzen

m Rahmen unserer Kampagne „Nazis in Dessau? – #jehtjarnich„, mit welcher wir zu unseren Aktionen gegen den zu erwartenden Neonaziaufmarsch am 9. März mobilisieren wollen, möchten wir euch mit dieser Veranstaltung bestmöglich auf das Versammlungsgeschehen vorbereiten.
Ein im Versammlungsrecht erfahrener Anwalt gibt euch Tips zum Verhalten auf Demonstrationen und Kundgebungen im öffentlichen Raum und gibt Hilfestellung im Ungang mit der Poizei und Ordnungsamt. Ein Schwerpunkt wird die aktuelle Gesetzeslage zur Legitimität von Blockaden sein.

Neben den nützlichen Demotips könnt ihr natürlich auch Mobimaterial für den 9. März abstauben.

Also kommt vorbei, bringt eure Freund*Innen mit, lernt uns kennen und vernetzt euch!

 

24.01.2019 | 18:00 | Schwabehaus, Johannisstr. 18