HEUL DOCH, NAZI !

Für den 12. Juni 2021 rufen Neonazis ab 14:00 ( Hauptbahnhof, Vorplatz ) zu einer Demonstration durch die Innenstadt von Dessau auf, bei der sie sich in guter alter Tradition der ehemals jährlichen Trauermärsche, als Opfer inszenieren wollen. Anlass ist der vermeintliche „linke Terror“, dem sie sich angeblich ausgesetzt fühlen und der ihnen Vorwand genug ist, ihre inhumane rassistische Hetze, getragen von stumpfen Parolen und hohlen Phrasen mal wieder lautstark öffentlich verbreiten zu müssen.

Neue Strukturen – alte Bekannte

Die rechtsextreme Szene in der Region um Dessau hat in den vergangenen Jahren erheblich an Mobilisierungspotential eingebüßt. Die alten Kader um Führungsfigur Alexander Weinert, welcher in Roßlau mit dem „Lager 77“ ein rechtes Szeneobjekt betreibt, haben sich rar gemacht und die einstmalige Anziehungskraft, der teilweise über 300 Rechtsextreme, darunter bundesweit bekannte Gesichter, erlagen, ist verloren gegangen.

Ein paar Unverbesserliche haben sich nun neu formiert und suchen ihr Heil in der Flucht nach vorn. Der aktuelle Zusammenschluss „Aktionsgruppe Dessau-Bitterfeld“ ist jedoch nur ein weiterer kläglicher Versuch, etwas zu beleben, das längst auf den Müllhaufen der Geschichte gehört. Das Klientel, welches offenbar bevorzugt angezogen werden soll, besteht eher aus rechten Hools und Schlägertrupps der Anti-Antifa, denn aus politisch gefestigten Neonazis.

Nichtsdestotrotz sind es Faschisten und eine Gefahr, die weder unterschätzt, noch ignoriert werden darf. Sie propagieren Hass und Gewalt gegen Andersdenkendeund Menschen anderer Herkunft, Religion und Hautfarbe. Dem MÜSSEN und WERDEN wir etwas entgegensetzen! Keine Toleranz der Intoleranz! Keinen Fußbreit den Faschisten!

Abgehängt und ohne Plan

Dass die Nazis sich jetzt allerorts wieder als Opfer hochstilisieren, liegt auch daran, dass ihnen die Themen abhanden gekommen sind. Mit der AfD hat es eine bundesweit agierende politische Kraft geschafft, nationalistisches und rassistisches Gedankengut wieder salonfähig zu machen und dies in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Als parlamentarischer Arm der sogenannten „Neuen Rechten“ transportiert sie den Zorn der „Wutbürger*innen“ in die Ortschaftsräte, Städteparlamente, Landtage und den Bundestag.

Wenn also die klassischen Themen der extremen Rechten nun von einer angeblich demokratischen Partei der Mitte übernommen werden, bleibt der abgehängten braunen Resterampe nur der Aufschrei gegen linke Gewalt.

Vermutlich ruft dieser mehr als nur die üblichen Verdächtigen auf den Plan und auch die Riege um Alexander Weinert scheint daran Gefallen zu finden und mobilisiert ab 12:30 ( Bhf Roßlau ) zu einer Kundgebung in Roßlau, welche im Vorlauf des Aufzugs in Dessau stattfindet.

Heul doch, Nazi !

Wir sagen:

Sollen sie doch weinen, sollen sie doch in ihre Taschentücher schnäuzen und über ihr entbehrliches Dasein klagen. Sollen sie betrauern, dass es ihrer Szene an Inhalten fehlt und sie sich missverstanden und alleine fühlen. Heul doch, Nazi! Aber bitte still und leise, und nur für Dich allein.

Niemand braucht Nazis! Und vor allem nicht ihre widerliche, von rassistischem Gedankengut beherrschte Weltanschauung!

Wir rufen dazu auf, am 12.6. nach Dessau zu kommen, dem faschistischen Aufmarsch Einhalt zu gebieten und klare Kante zu zeigen – gegen rechte Umtriebe und faschistische Hetze, für ein solidarisches Miteinander und eine lebenswerte Welt ohne Rassismus und ohne Grenzen!

Nazis blockieren, immer und überall !!

12.06.2021 | 14:00 | Hauptbahnhof ( Westausgang ) | Antifaschistische Demonstration

Alle wichtigen und aktuellen Infos zum Aktionstag:

https://dessaunazifrei.wordpress.com/heul-doch-nazi/

Gedenken zum 1. Todestag von George Floyd in Dessau

Zum 1. Todestag von George Floyd riefen wir ab 18:00 zu einer Kundgebung gegen Rassismus und Polizeigewalt vor dem Polizeirevier in Dessau auf. Der Afroamerikaner George Floyd wurde am 25. Mai 2020 in Minneapolis (USA) von einem weißen Polizisten aus rassistischen Motiven heraus ermordet. Der Mord ist gut dokumentiert und der Täter Derek Chauvin wurde inzwischen u.a. wegen Mordes 2. Grades für schuldig befunden. Das Strafmaß wird im Juni erwartet.

Auf der ca. einstündigen Kundgebung vor dem Polizeirevier, an welcher gut 30 Personen teilnahmen, stellten wir klar, dass es für uns trotz des Schuldspruchs noch lange keinen Frieden und keine Gerechtigkeit geben kann. So lange es weltweit Rassismus und gewalttätige, ja sogar tödliche Behördenwillkür gibt und Menschen allein aufgrund ihrer Hautfarbe und Herkunft diskriminiert und kriminalisiert werden, so lange werden und müssen wir auf die Straße gehen und denen unsere Stimme geben, die keine (mehr) haben

NO JUSTICE -NO PEACE !!

NO JUSTICE – NO PEACE! – Kundgebung zum 1. Todestag von George Floyd

Am 25. Mai des vergangenen Jahres ermordete der weiße Polizist Derek Chauvin den Afroamerikaner George Floyd in Minneapolis (USA) in aller Öffentlichkeit. NEUN Minuten und NEUNUNDZWANZIG Sekunden kämpfte George Floyd um sein Leben. In diesen 9 Minuten und 29 Sekunden kniete sein Mörder auf seinem Hals und drückte ihm die Luft ab. Alles Flehen und Bitten, auch von umstehenden Personen, half nichts, George Floyd wurde ein weiteres Opfer rassistischer Polizeigewalt. Ohne ein Zeugenvideo des Vorfalls hätte die Welt vielleicht nie von dieser schrecklichen Tat erfahren und auch die globalen Proteste, unter dem Motto „Black Lives Matter“, hätte es in diesem Umfang sicherlich nicht gegeben.

Ende April wurde Derek Chauvin von den Geschworenen u.a. wegen Mordes zweiten Grades für Schuldig befunden. Ein Urteil wird im Juni diesen Jahres erwartet. Den drei mitangeklagten Polizisten, welche den Mord nicht verhinderten,wird im März 2022 wegen Beihilfe zum Mord der Prozess gemacht.

Institutioneller Rassismus und Polizeigewalt auch in Deutschland

Um zu verstehen, dass institutioneller Rassismus System hat, braucht man sich nur die besonders perfide Methode desRacial Profiling“ anschauen. Bei dieser stufen Polizei-, Sicherheits-, Einwanderungs-, und Zollbeamte Personen allein wegen ihrer Hautfarbe und ethnischen Zugehörigkeit als Verdächtige ein, ohne dass ein konkreter Verdachtsmoment vorliegt. Auch wenn „Racial Profiling“ in Deutschland von den Behörden offiziell nicht genutzt werden darf, da es gegen Art. 3 des Grundgesetzes verstößt, dringen immer wieder Berichte an die Öffentlichkeit, in denen Menschen allein aufgrund ihres Aussehens kontrolliert und durchsucht wurden.

Auch, dass Polizist*innen ihr Gewaltmonopol hierzulande viel zu oft missbrauchen, ist kein Geheimnis. Die Chronologien sind voll von schwer Misshandelten und leider auch von Toten. Christy Schwundeck, Dominique Kouamayo, Laya-Alama Condé und Oury Jalloh seien hier stellvertretend für all jene genannt, die keine Stimme mehr haben und denen wir, als zivilgesellschaftliche Akteure, eine Stimme geben können und MÜSSEN!

Das Polizeirevier Dessau und seine Toten

In Dessau haben wir sozusagen aus erster Hand erfahren dürfen, was institutioneller Rassismus, missbräuchliche Polizeigewalt, unangebrachter Corpsgeist und der fehlende Wille zur vollständigen juristischen Aufklärung und Aufarbeitung anrichten können. Das Polizeirevier in Dessau ist ein Symbol für die vielen unzähligen gewalttätigen Übergriffe deutscher Polizist*innen auf in ihren Augen sozial Schwächere und/oder Menschen einer bestimmten Hautfarbe und ethnischen Herkunft. Verbunden ist dieses Symbol auf immer mit 3 Namen. Drei Namen, die zu drei Menschen gehören, welche im Zusammenhang mit dem Polizeirevier in Dessau ihr Leben verloren. Jedes Jahr am 7. Januar erinnern die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ und viele weitere engagierte Gruppen und Privatpersonen auch an diese drei Opfer von Polizeigewalt. Ihre Namen: Hans-Jürgen Rose, Mario Bichtemann und Oury Jalloh.

Bis heute sind alle drei Todesfälle nicht restlos aufgeklärt worden. Der Fall des 2005 in seiner Zelle ermordeten Oury Jalloh ist besonders haarsträubend. Schuld daran ist nicht nur ein Polizeiapparat, welcher durch völlig unangebrachten Korpsgeist, schlampige Ermittlungen, sowie Lug und Trug der übelsten Sorte glänzt, sondern auch eine Justiz, welche trotz erdrückender Beweislast keine weiteren Ermittlungen zulässt und mit ihrer bewussten Blockadehaltung ein rechtsstaatliches Verfahren ganz und gar unmöglich macht. VERTUSCHUNG und VERWEIGERUNG sind die beiden tragenden Säulen eines Justizskandals, mit denen die Aussage, dass ein Mensch in einem Polizeirevier in Deutschland Opfer eines Mordes geworden ist, der von deutschen Polizist*innen begangen wurde, auch zukünftig eine haltlose Behauptung vor deutschen Gerichten bleibt.

Kein Frieden – keine Gerechtigkeit

Auch wenn der Mörder von George Floyd schuldig gesprochen wurde und ihm wohl bis zu 40 Jahre Gefängnis drohen, kann von Frieden und Gerechtigkeit noch lange keine Rede sein.

Solange Polizei und Behörden Menschen aufgrund ihre Hautfarbe und/oder Herkunft diskriminieren und kriminalisieren, solange der Fall Oury Jalloh nicht aufgeklärt wurde, solange müssen und WERDEN wir auf die Straße gehen und für eine Welt ohne Rassismus und ohne gewalttätige, tödliche Behördenwillkür streiten!

No Justice – No Peace !!

25.05.2021 | 18:00 | Polizeirevier, Wolfgangstr. 25 | Kundgebung

Kurzer Bericht zum 24. April in Dessau

Für den 24. April mobilisierten wir zusammen mit Fridays for Future Dessau, der Linksjugend Dessau, der Grünen Jugend Dessau-Roßlau und dem Wir mit Dir e.V. aus Aken unter dem Motto „Kurbeln statt schwurbeln“ zu einer Fahrraddemo, um ein Zeichen für ein solidarisches Miteinander in der Krise zu setzen und gegen einen gleichzeitigen Neonaziaufmarsch zu protestieren, der unter dem Motto „Stoppt den Corona-Wahnsinn“ stand.

Bei bestem Fahrradwetter nahmen bis zu 150 Personen jeglicher Altersklassen an unserer Rundtour durch die Dessauer Innenstad teil. Die Faschisten blieben mit in der Spitze bis zu 70 Teilnehmenden deutlich unter ihren Erwartungen. Außerdem mussten sie von ihrer ursprünglichen Route abweichen und zusätzlich an einer Sitzblockade, welche im Nachgang der Fahrraddemo entstand, vorbei geführt werden.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützer*innen für den tollen Support und die rege Teilnahme und hoffen auch für zukünftige Aktionen auf eure tatkräftige Mithilfe.

Masken auf, Nazis raus !!

Aktuelles zur Fahrraddemo am 24.04. – Nazis müssen ausweichen

Für kommenden Samstag mobilisieren Neonazis zu einer von ihnen angemeldeten und organisierten Demonstration in Dessau. Mit dieser wollen sie unter dem Deckmantel einer eher bürgerlichen Versammlung vorgeblich gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie protestieren. Ein Teil der Organisatoren ist seit Jahren in der rechtsextremen Szene aktiv und in der Region bestens vernetzt. Bei ihrem ersten Versuch am 27. Februar kamen nur ca. 20 Personen zusammen, welche vollständig nur dem eigenen Klientel entstammten. Schon damals leugneten sie vorwiegend die Pandemie und zeigten auch sonst deutlich, wessen Geistes Kind sie sind.

Faschisten müssen ausweichen

Aufgrund unserer rechtzeitigen Intervention, mussten die Faschisten von ihrer ursprünglichen Route durch die Innenstadt abweichen, und mobilisieren nun zu 14:00 auf die Westseite des Hauptbahnhofs. Es ist anzunehmen, dass sie am Samstag nun vornehmlich durch die Stadtteile Siedlung/Ziebigk laufen werden.

Wir lassen uns davon nicht beirren und werden unsere Fahrraddemo durch die Innenstadt wie geplant durchführen. Dabei hoffen wir auf Eure zahlreiche Unterstützung. Lasst uns zusammen gegen Nazis und für ein solidarisches Miteinander kräftig in die Pedale treten.

Nazis raus, Masken auf !!

24.04. Fahrraddemo „Kurbeln statt schwurbeln“

Kurbeln statt schwurbeln

Nazis und Bürger*innen Hand in Hand

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie Anfang 2020 gehen bundesweit Menschen unterschiedlicher politischer, gesellschaftlicher und sozialer Couleur auf die Straße, um gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu demonstrieren. Auf vielen dieser Versammlungen ist eine zunehmende Aggressivität und Radikalisierung der Teilnehmer*innen (Dresden, Kassel, Stuttgart) zu beobachten und nicht selten versuchen Rechtsextreme, diese Proteste für sich zu vereinnahmen und sich in vorderster Front gegen eine angebliche „Corona-Diktatur“ in Stellung zu bringen. Die allermeisten scheint diese „Querfront“ nicht wirklich zu stören und so laufen sie Hand in Hand mit strammen Nazis, Coronaleugnern und geschichtsrevisionistischen Querdenker*innen. Dabei achten sie weder auf Mindestabstände, noch auf das Tragen eines Mund-und Nasenschutzes.

Querfront auch in Dessau

Auch in Dessau werden seit Monaten Mahnwachen, Autokorsos und andere Aktionsformen von Querdenker*innen, „besorgten Bürger*innen“, der AfD und eben auch von Neonazis organisiert. Die Veranstalter*innen stören sich auch in der Bauhaustadt nicht daran, zusammen mit Faschisten zu demonstrieren, so zu beobachten bei den wöchentlichen Montagsdemos, oder beim Autokorso am 3. April bei welchem der bekannte Rechtsextremist Sven Liebich aus Halle mitfuhr. Liebich ist ehemaliges Mitglied beim in Deutschland verbotenen rechtsterroristischen Netzwerk „Blood and Honor“.

Neonazidemo für den 24. April angekündigt

Für den 24.04. ruft die regionale rechtsextreme Szene zu einer Demonstration gegen die Anti-Corona-Maßnahmen auf. Bei ihrem letzten Versuch am 27.02., bei welchem sie mit ca. 20 Anwesenden vom Hauptbahnhof zur Friedensglocke zog und dort eine Kundgebung durchführte, schmorte sie nur im eigenen braunen Saft.

Unter dem Motto „KURBELN STATT SCHWURBELN“ rufen verschiedene Initiativen gemeinsam dazu auf, Faschisten und Coronaleugnern nicht die Straßen Dessaus zu überlassen und für ein soziales Miteinander und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Pandemie in die Pedale zu treten.

24.04.2021 | 14:00 | Hbf Dessau | Fahrraddemo

Kurbeln statt schwurbeln !!!

Masken auf, Nazis raus !!!

7. März NAZIaufmarsch in Dessau stören//blockieren//verhindern

Während Nazis das Jahr über martialisch drohend daherkommen, tanzen sie am 7. März mit Blumen und klassischer Musik an und nerven mit zur Schau gestellter Rührseligkeit. Woher dieser Wandel?

Am 7. März 1945 kam der von den Deutschen angefachte Krieg mit einem Luftangriff nach Dessau zurück. Diese Kriegsmethode wurde bereits 1937 durch die deutsche Legion Condor im spanischen Bürgerkrieg erprobt, als schutzlose Städte angegriffen wurden. Die Bomber waren Junkersflugzeuge, die vom Dessauer Heimatgedöns knuffig „Tante Ju“ genannt werden. Luftangriffe auf Städte sind auch eine deutsche Erfindung.

Aber daran denken die Nazis nicht, ihre Ideologie basiert auf dem Gedanken der Ungleichwertigkeit der Menschen. Ihnen geht es nur um deutsche Patriot*innen, die ihr Leben verloren. Schlimmer noch: sie setzen das Sterben im Bombenhagel mit der systematischen, industriellen Ermordung von Millionen Menschen gleich. Eine Methode war das Ersticken mittels Zyklon B. Das Giftgas für das Menschheitsverbrechen kam auch aus Dessau, dass Heimatgedöns schweigt.

Darauf setzen die Nazis. Die Idee der Ungleichwertigkeit der Menschen, die Idee der Gruppen mit unveränderlichen Eigenschaften, ist auch in der sogenannten Mitte der Gesellschaft weit verbreitet. Sie wird in die Praxis umgesetzt: München, Solingen, Mölln, NSU,Regierungspräsident Lübcke, Halle, Hanau – über 200 Todesopfer faschistischer Gewalt und rechten Terrors seit 1990 und die sogenannte Zivilgesellschaft zeigt sich nicht sonderlich beunruhigt. Es traf eben die „Anderen“. Auf sie kann man herabblicken,die werden schon was gemacht haben, das wird schon seinen Grund haben sagt sich das Heimatgedöns und kümmert sich nicht weiter, wenn im Dessauer Polizeirevier 3 Menschen unter, nun ja, „mysteriösen“ Umständen gewaltsam zu Tode kommen.

Das macht den Nazis Hoffnung, da können sie andocken. Und sie haben Sympathisant*innen bei Polizei, Justiz, Militär und am Stammtisch. Doch wir bleiben wachsam und rufen alle Antifaschist*innen auf, sich am 7. März den Faschisten entgegenzustellen.

📢 07.03.2021 | 15:00 | Museumskreuzung, Kavalierstr. 82 | NAZIaufmarsch stören//blockieren//verhindern

Aktuelle Infos: https://dessaunazifrei.wordpress.com/kampagne-2021/

FB- Veranstaltung

Nazis in Dessau? #jehtjarnich

Fahrraddemo gegen AfD – Autokorso

Für diesen Samstag ruft Fridays For Future Dessau zu einer Fahrraddemo gegen den Autokorso der AfD in Dessau auf. Zusammen mit der Linksjugend Dessau und der Grünen Jugend Dessau-Roßlau, sowie dem Wir mit Dir e.V. unterstützen wir dieses Vorhaben.

📢 27.02.2021 | 17:30 | Sieben Säulen

Bitte achtet auf Abstand und MNS!

Den Aufruf findet ihr auch unter: https://www.instagram.com/p/CLpWP0cBv-a/?igshid=12pccx653p01t

Solidarität mit den antifaschistischen Protesten in Dresden

Seit vielen Jahren versuchen Rechtsextreme, den 13. Februar für ihre Zwecke zu missbrauchen.An diesem offiziellen Gedenktag, welcher der Zerstörung Dresdens im 2. Weltkrieg gewidmet ist, rufen faschistische Gruppierungen jährlich zu Trauermärschen und ähnlichen Veranstaltungen auf, um einzig und allein nur der deutschen „Opfer“ der alliierten Bomberverbände zu gedenken, die Geschichte zu verklären und ihre inhumane Weltanschauung auf die Straße zu tragen. Auf ihrem Höhepunkt konnte die rechtsextreme Szene im Jahr 2009 bis zu 7000 Anhänger*innen aufbieten..Um diesem ein Ende zu setzen schlossen sich viele Initiativen und Einzelpersonen, mit auswärtiger Unterstützung, in Dresden zusammen, um zu Massenblockaden zu mobilisieren. Das Konzept ging auf. In den Jahren 2010 und 2011 gelang es jeweils, die Aufmärsche mit Hilfe von großangelegten Blockaden zu verhindern.

Auch wenn die Teilnehmerzahlen dieser geschichtsrevisionistischen Aufzüge deutlich gesunken sind, weist Dresden noch immer einen starken Symbolcharakter für viele Neonazis auf. So mobilisieren dieses Jahr erneut rechtsextreme Kameradschaften und Initiativen in die sächsische Landeshauptstadt, um Geschichtsklitterung zu betreiben und rassistische Propaganda zu verbreiten.Dem gegenüber steht ein breites überregionales antifaschistisches Netzwerk, welches dem braunen Spuk mit unterschiedlichen Aktionsformen Einhalt zu gebieten versucht.,auch wenn der staatliche Repressionsapparat wohl wieder aus dem vollen schöpfen wird.

Als offizielle Unterstützer*innen der Kampagne „Dresden blockiert“ und weil wir uns in Dessau alljährlich selbst gegen diese kruden Veranstaltungen zur Wehr setzen müssen, wollen wir hiermit solidarische, antifaschistische und vor allem kämpferische Grüße an alle Aktivist*innen entsenden, welche sich den Faschisten entgegenstellen und ihnen die Straßen Dresdens nicht kampflos überlassen.

Kein Platz für Nazis!

Gedenken an die Opfer des Faschismus

Am 76. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die „Rote Armee“ gedachten wir zusammen mit der „Linksjugend Dessau“ und anderen Mitstreiter*innen der Opfer des faschistischen Hitler-Regimes. Dem Aufruf unter dem Motto „Erinnern heißt kämpfen“ folgten 35 Personen, von denen einige nach dem offiziellen Teil am Mahnmal für die Opfer des Faschismus, noch zum „Mahnmal Zyklon B“ an der Brauereibrücke zogen. In der Nähe dessen Standorts befanden sich die „Dessauer Werke für Zucker und chemische Industrie“, in welchen das Schädlingsbekämpfungsmittel Zyklon B hergestellt worden war. Die Nationalsozialisten mißbrauchten Zyklon B für die industrielle Ermordung von ca. 1 MIllion Menschen.

Wir danken allen, welche trotz der aktuell schwierigen Situation, bedingt durch die Corona-Pandemie, ein würdiges Gedenken ermöglicht haben. Eine lebendige Gedenkkultur ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil antifaschistischer Arbeit, damit die Verbrechen und Gräueltaten des Hitler-Faschismus sich niemals wiederholen können.

Nie wieder Faschismus !!!