Köthen nicht von Nazis vereinnahmen lassen!

demokoethen

Im September vergangenen Jahres kam ein 22. Jähriger Köthener bei einer körperlichen Auseindersetzung mit 2 jungen Afghanen zu Tode. Kurz darauf mobilisierte die rechtsextreme Szene bundesweit nach Köthen und versuchte ein „zweites Chemnitz“ zu initiieren. Zutiefst rassistische und gewaltafine Reden wurden geschwungen und ein Klima der Angst erzeugt. Breite Teile der Köthener Zivilgesellschaft widersetzten sich dem braunen Mob und, unterstützt durch antifaschistische Proteste, konnte den Neonazis und Rassisten der Nährboden für ihre widerliche, inhumane Propaganda entzogen werden. Köthen hat sich nicht vereinnahmen lassen!

Heute Mittag fiel das Urteil (MZ-Artikel ) im Prozess um den tragischen Tod von Markus B. (siehe Artikel unten) und die Reaktionen fielen wie erwartet aus:
Neonazis versuchen nun erneut, daraus Kapital zu schlagen, dass die Täter nicht deutscher Herkunft sind und unsere Justiz angeblich viel zu milde Urteile ausspricht.

Deshalb rufen wir ALLE Menschen in und um Köthen auf, sich unserer Demonstration „Köthen Weltoffen“ anzuschließen um erneut zu zeigen, dass Köthen sich nicht von braunen „Rattenfängern“ vereinnahmen lässt!

 

19.05.2019 – 16:00 – Bahnhof Köthen

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Kurzer Bericht interkulturelles Straßenfest „Spielplätze statt Haftplätze“

Im Rahmen der Kampagne „100 Jahre Abschiebehaft„, beteiligten wir uns heute in Dessau, zusammen mit unseren Freund*Innen vom „Wir mit Dir e.V.“ aus Aken, mit einem interkulturellen Straßenfest an den bundesweiten Aktionstagen gegen die rassistische und inhumane Praxis der Abschiebehaft, direkt vor der ehemaligen JVA. Diese soll nach Plänen der Landesregierung in einen Abschiebeknast umgebaut werden und, besonders perfide, auch zur Unterbringung von Kindern(!) dienen.

Trotz des Dauerregens demonstrierten daher unter dem Motto „Spielplätze statt Haftplätze“ ca. 60 Personen für die Abschaffung dieser inzwischen 100jährigen mörderischen deutschen Tradition.
Neben Redebeiträgen, gab es diverse Spiel- und Sportangebote, Infostände und auch für einen kleinem Imbiss wurde gesorgt.

Unser Dank geht an die Leute vom „Von der Rolle e.V.“ aus der Andes Skatehalle, die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ und ganz besonders an die lieben Menschen von „Solidarity City Halle(Saale)“. Es hat großen Spaß gemacht und wir freuen uns auf weitere Zusammenarbeit!

Interkulturelles Straßenfest „Spielplätze statt Haftplätze“

Im Rahmen der Kampagne 100 Jahre Abschiebehaft möchten wir uns zusammen mit unseren lieben Freund*Innen von Wír mit Dir e.V. an den bundesweiten Aktionstagen gegen die widerliche und inhumane Praxis der Abschiebehaft beteiligen.

Für den 11. Mai organisieren wir daher unter dem Motto „Spielplätze statt Haftplätze“ ein interkulturelles Straßenfest direkt vor der ehemaligen JVA, welche zu einem Abschiebeknast umgebaut werden soll.

Sagt also schonmal Euren Freund*Innen, Geschwistern und Eltern bescheid und freut Euch auf einen tollen Nachmittag mit Spiel, Spaß und Action! Alles natürlich kostenlos.

 

Aufruf

Spielplätze statt Haftplätze!

Worum es geht?

Geflüchtete – Das sind zum Beispiel Menschen aus Syrien, dem Irak oder dem Iran, Kurdistan, dem Sudan oder Somalia (uvm.). Sie flüchten aus den verschiedensten Gründen: Sie werden in ihrer Heimat wegen ihrer Sexualität, ihrer Meinung, ihrer Religion oder Ähnlichem verfolgt, Frauen werden genitalverstümmelt, Hunger und fehlende medizinische Versorgung sind Alltag in ehemaligen Kolonialgebieten, Bürgerkriege zerstören das Zuhause vieler Menschen. Einige Flüchtlinge überqueren das Meer und setzen ihr Leben aufs Spiel, um endlich in Frieden leben zu können. Ihr Ziel ist Deutschland. Sie treten einen monatelangen Fußmarsch an, sie kommen zu uns auf der Suche nach Schutz und Freiheit. Und dabei schafft es nur ein kleiner Teil überhaupt nach Deutschland. Nicht einmal 1/7 der weltweiten Flüchtlinge kommt in die EU-Staaten. Nicht einmal 1/11 der Flüchtlinge weltweit kommt nach Deutschland. (http://m.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/europa/135828/fluechtlinge-und-asylbewerber-aufnahmestaaten)

Abschieben – Die Lösung aller (unserer) Probleme?

Nein.
Die Lösung der vermeintlichen „Asylflut“ und der herbeiphantasierten Problematik „Wirtschaftsflucht“ ist für Konservative sowie Rechte die Abschiebung und die damit einhergehende Abschiebehaft. Populismus von Rechts bis zur Mitte. Lösung? Die Geflüchteten werden in Gefängnissen untergebracht. Da will man sicher stellen, dass sich abgelehnte AsylbewerberInnen nicht vor der Abschiebung drücken. Flüchtlinge leben in den Abschiebeknästen Wochen, ganze Monate, durchaus sogar Jahre und warten darauf, dass man sie „endlich“ los wird. Für viele Flüchtlinge bricht eine Welt zusammen, wenn sie die Nachricht bekommen, dass sie nicht bleiben dürfen. Sie werden zurück in den Balkan, nach Afghanistan oder in Maghreb-Staaten, zurück in so genannte „sichere Herkunftsländer“, geschickt. Dass diese Länder nicht sicher sind zeigen viele Beispiele. Was erwartet sie dort? Ein Land ohne Arbeit und keine Perspektive, Elend, Hunger, Terror, Krieg.
Geflüchtete, die nach Deutschland kommen, wollen in Deutschland bleiben, eben damit sie nicht wieder zurück dorthin müssen, wo sie aus diversen Gründen weg sind. Niemand geht aus Spaß von Zuhause weg.
Wir können das Elend der Welt wegschieben, sogar ignorieren, abschieben. Es verschwindet aber nicht, irgendwann holt es uns ein. Humanismus heißt: Das Recht auf Asyl schützen, die „sicheren Herkunftsstaaten“ ausweiten, Asylsuchenden helfen.

Was wir wollen?

Was nicht ist die Frage: Wir wollen nicht, dass Abschiebeknäste mit den Geldern errichtet werden, die uns doch an allen Ecken und Kanten dieser Gesellschaft fehlen. Mit keinem Geld, wenn wir ehrlich sind. Dreißig Plätze sollen in der ehemaligen Justizvollzugsanstalt in Dessau für Männer, Frauen und auch Kinder (!) eingerichtet werden. Einunddreißig zu viel. Dabei werden die geplanten vier Millionen, die für die Umbaumaßnahmen geplant waren, außerdem noch bei weitem überschritten.

Wir fordern: Spielplätze statt Haftplätze!

Der Politik fehlt es angeblich an Geld. Wenn so wenig Geld da ist, dann fordern wir, dass dieses wenigstens in die richtigen Töpfe wandert. Geld für Spielplätze ist besser angelegt als Geld für Abschiebeknäste! Kinder gehören auf Spielplätze und nicht in Abschiebeknäste!

Was wir machen?
Wir fangen klein an und wollen mit euch zusammen ein Straßenfest feiern – Für Spielplätze und gegen Haftplätze! Es gibt Musik, Spiel und Spaß. Für Jung und Alt!

 

11.05.2019 – 15:00 – ehemalige JVA (Willy-Lohmann-Str 27)

Nazidemo am Bauhaus angemeldet

Zum jetztigen Zeitpunkt sind uns 2 Anmeldungen der rechtsextremen Szene für den 16.3. in Dessau bekannt. Die eine Route führt u.a. erneut am Bauhaus vorbei, während die 2. Anmeldung der Faschisten wieder durch den Süden der Stadt führt.

Wir sind vorbereitet und rufen dazu auf, sich ab 11:00 am Westausgang des Hauptbahnhofs einzufinden!

Bis Samstagfrüh bekommt ihr alle wichtigen Infos (Ea- Nummer usw.).

Aktionskarten bekommt ihr vor Ort.

Haltet euch und eure Freund*Innen über die bekannten Kanäle auf dem Laufenden!

Nazis in Dessau? #jehtjarnich

Aktualisiertes Lineup für unser antifaschistisches Konzert am 9. März

Neben One Step Ahead, die laut sächsischem Verfassungsschutz ganz böse böse ihre „Zugehörigkeit zur autonomen Szene“ dokumentieren, der Localband Plattensprung und den wunderbar tanzbaren Homoskapiens, dürfen wir am Samstag eine weitere Band präsentieren. Nichts anderes als die musikalische Speerspitze Ostdeutschlands haben wir für euch organisiert:  Die east german beauties, die laut zuverlässigen Quellen „VOLL GEIL!“ sind und elektronische Ballertanzmusik bieten. Geil!

Kommt rum zu unserer antifaschistischen Kundgebung mit guter Musik:

9. März – 11 Uhr – Hauptbahnhof Dessau!

 

Nazis in Dessau? #jehtjarnich

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Update zum antifaschistischen Konzert am 9. März in Dessau

Hiermit geben wir euch das Lineup für unsere Kundgebung mit Konzert am 09.03. in Dessau bekannt:

ab 11 Uhr am Hbf am Start sind:

One Step Ahead (AntifaPunk)
Plattensprung (Hartpop)
Homoskapiens (Ska)

Schnappt eure Freund*Innen, kommt vorbei und zeigt, dass Nazis in Dessau keinen Platz für ihre widerliche und menschenverachtende Propaganda bekommen!

Wir sagen:
Nazis in Dessau?  #jehtjarnich

 

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Update zum 9. und 16. März in Dessau

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Am 7. März 1945 wurde Dessau von den Alliierten bombardiert. Insofern der 7. März auf einen Wochentag fällt, planen Neonazis am Wochenende darauf einen sogenannten „Trauermarsch“, bei dem sie die Täter und Opfer des NS umkehren wollen und die Geschichte verklären. Durch geplante, vielfältige Aktionen ist es dem Bündnis Dessau Nazifrei gelungen, das Wochenende am 9. März für den Neonaziaufmarsch zu verunmöglichen. Die Neonazis versuchen nun, am Wochenende danach (16. März) zu marschieren.
Am 9. März werden wir am Hauptbahnhof eine Kundgebung mit Musik und Bands veranstalten. Seid 11 Uhr am Hauptbahnhof!
Am 16. März werden wir den Aufmarsch Rechtsextremer friedlich verhindern. Seid 11 Uhr am Südbahnhof!

 

Nazis in Dessau? #jehtjarnich

Neuer Flyer:   derneueFlyer-1

Mit Bezug auf unsere Demoregeln und unseren Aktionskonsens, weisen wir darauf hin, dass wir KEINE Nationalstaatsfahnen auf unseren Demonstrationen und Kundgebungen sehen wollen.

Der Jugendwiderstand und sich ihm zugehörig fühlende Gruppen/Einzelpersonen sind auf unseren Veranstaltungen ebenfalls nicht willkommen.